Wenn das Schwert führt, statt zu zerstören
Nach der Mittagspause wurde es besonders vielseitig. Paul zeigte Techniken mit dem Sageo, der Schnur am japanischen Schwert. Mit beeindruckender Leichtigkeit wurde aus dem scheinbaren „Kuddelmuddel mit den Seilen“ eine kontrollierte Technik, mit der ein Partner geführt, gefesselt und am Boden fixiert werden konnte.
„Am besten fand ich die große Breite an Lösungen, die verschiedene Situationen verlangen könnten. Die Paul dann auf seine Art zu lösen weiß. Und dieser Kuddelmuddel mit den Seilen fand ich echt lustig!“
Für einige Teilnehmer waren die Waffeneinheiten völliges Neuland. Ein Teilnehmer beschrieb die Erfahrung so:
„Viele neue Bewegungen, die meinen internen Speicher schnell zum Überlaufen brachten. So schnell ist man wieder Anfänger auf der Matte.“
Und vielleicht liegt genau darin ein besonderer Wert solcher Begegnungen: Raus aus der Komfortzone, alte Muster verlassen, Neues ausprobieren und über den eigenen Tellerrand schauen. Mit- und voneinander lernen, schwitzen, an Grenzen kommen – und dabei viel Spaß haben.
In Volker Reghs anschließender Einheit stand wiederum das Schwert im Mittelpunkt. Ausgangssituation war ein Partner, der die Hand ergreift, um das Ziehen des Schwertes zu verhindern. Das Schwert wurde dabei nicht als Werkzeug der Zerstörung verstanden, sondern als Mittel, den Partner zu führen und zu kontrollieren. Der zentrale Gedanke: konsequent und souverän handeln – und dennoch Güte und Gnade bewahren.