Volker Regh im blauen Trainingsanzug

DER MEISTER · EIN PERSÖNLICHER WEG

Volker Regh

Lehren heißt,
selbst Lernender
zu bleiben.

Manche Wege beginnen nicht mit einem großen Plan. Sie entstehen aus einer Begegnung – und wachsen über viele Jahre zu etwas, das das eigene Leben prägt.

So ist auch mein Weg mit dem Aikibudo Odendorf e.V. eng verbunden.

Meinen Weg kennenlernen

VOLKER REGH · AIKIBUDO ODENDORF

Ein junger Übender im Gespräch mit einem erfahrenen Lehrer – symbolische Tuscheillustration

01 · SEIT 1991

Ein Weg beginnt
mit Menschen.

Meine Reise in die Kampfkunst begann 1991 – zunächst mit Ju-Jutsu und Bōjutsu. Schon früh fand ich zum Aikibudo und beschäftigte mich parallel auch mit Aikido.

Besonders prägend war dabei mein Lehrer Burkhard Becker, bei dem ich Aikibudo lernte und der mich bereits als Jugendlicher als Trainerassistent in die Kinderarbeit mitnahm. So wuchs ich Schritt für Schritt in die Verantwortung des Unterrichtens hinein.

Aus dieser frühen Erfahrung entwickelte sich nicht nur eine Leidenschaft für Budo, sondern auch ein beruflicher Weg: Meine Tätigkeit als Erzieher ist eng mit den Erfahrungen verbunden, die ich in der Kinder- und Jugendarbeit im Dojo sammeln durfte.

Mütter und Kinder am Eingang eines Dojos – symbolische Tuscheillustration

02 · ODENDORF 2001 / 2006

Aus einer Begegnung
wird ein Dojo.

Das Dojo in Odendorf entstand 2001 zunächst als Abteilung des TuS Odendorf. Drei Mütter aus Odendorf hatten mich damals angesprochen, weil sie sich das Training, das ich in Euskirchen für Kinder anbot, auch für ihre Kinder vor Ort wünschten.

Ich sagte zu: Wenn sie eine Halle und eine Gruppe organisieren würden, käme ich einmal pro Woche nach Odendorf. Kurze Zeit später standen die ersten Kinder auf der Matte. Schon bald folgte eine zweite Kindergruppe, im darauffolgenden Jahr die Jugend- und Erwachsenengruppe.

2006 wurde aus dieser Abteilung ein eigenständiger Verein: der Aikibudo Odendorf e.V. Seitdem durfte ich den Verein über viele Jahre als Lehrer begleiten und immer wieder Verantwortung übernehmen, wenn meine Unterstützung gebraucht wurde. Heute blicke ich auf zwei Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück – und auf einen Weg, der für mich weit mehr ist als eine ehrenamtliche Aufgabe.

Zwei Übende begegnen sich aufmerksam im Dojo – symbolische Tuscheillustration

03 · BEGEGNUNGEN UND WEGGEFÄHRTEN

Auch ein Lehrer
bleibt Schüler.

Auch mein eigener Budo-Weg hat sich dabei weiterentwickelt. Die Begegnung mit Michael Daishiro Nakajima und dem Shinki Dōjō war für mich besonders prägend.

Dort lernte und lerne ich unter anderem Aikido, Daitō-ryū Aiki-Jūjutsu und die Schwertkunst, das Itto-den Shinki Tōhō, welches heute ebenfalls Bestandteil unseres Trainings in Odendorf ist.

Zu meinem Weg gehören ebenso Menschen, die zu Weggefährten und Freunden geworden sind. Einer davon ist Uwe Hasenbein, dessen Freundschaft und gemeinsamer Weg mich nachhaltig beeinflusst haben.

Ein männlicher Begleiter unterstützt Jungen und Mädchen bei spielerischen Gleichgewichtsübungen

04 · EIN HERZENSPROJEKT

Raum für
kleine Anfänge.

Ein besonderes Herzensprojekt sind für mich die Aiki-Spiele für Kinder von fünf bis sieben Jahren.

Aus meiner Arbeit als Erzieher und aus der Erfahrung mit jüngeren Kindern entstand gemeinsam mit anderen die Idee, einen spielerischen Zugang zu schaffen, der körperliche, soziale und emotionale Grundlagen vermittelt und Kinder behutsam an die Welt des Aikibudo heranführt.

Und nun haben die Aiki-Spiele seit vielen Jahren einen festen Platz in unserem Dojo.

Die Aiki-Spiele entdecken ↗
Gemeinsames Ankommen im Dojo – Tuscheillustration

05 · VERBUNDEN MIT DIESEM ORT

Ein Stück
meines Lebens.

Was mich heute ausmacht, ist deshalb weniger eine Sammlung von Titeln oder Stationen. Es ist die Verbindung all dieser Erfahrungen: das Lernen, das Weitergeben, die Begegnung mit Menschen und die Verantwortung für einen Ort, an dem Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihren eigenen Weg gehen können.

Der Aikibudo Odendorf e.V. ist für mich deshalb nicht einfach ein Verein. Er ist ein Stück meines Lebens – eine Gemeinschaft, eine Leidenschaft und ein Dojo, dessen Entwicklung ich seit seinen Anfängen begleiten darf.

Und vielleicht ist genau das das Schönste an einem langen Budo-Weg:

Man bleibt selbst immer Lernender – und darf gleichzeitig anderen Menschen ein Stück Wegbegleiter sein.

Volker Regh

Beim Training begegnen